
Jinmo Kang: v.l.n.r.: Baumkronen-Portrait, 2011
Hirsch und Geweih, 2010
In-sich-reflektierendes Portrait, 1999
© Jinmo Kang und Margit Biedermann Foundation
bis 12. Februar 2012 | Museum Biedermann, Donaueschingen
Wie geht die Gesellschaft mit der Natur um? Wie ist unser Verhältnis zur Natur? Und: was macht die Kunst daraus? Die Künstler nutzen verschiedene Naturmaterialien wie Holz, Stein oder Filz, um sie zu symbolhaften Urformen zusammenzufügen. In den sinnlichen und zugleich reduzierten Skulpturen und Objekten nehmen sie Bezug auf das Leben, die Schöpfungskraft und Vergänglichkeit von Mensch und Natur. Der Brite David Nash erforscht seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise die Formbarkeit, Widerständigkeit und Verletzlichkeit von Holz. Holz ist auch das maßgebliche Arbeitsmaterial von Werner Pokorny, aus dem er reduzierte Formen menschlicher Zivilisation wie Häuser, Schalen, Gefäße, Leitern oder sonstige Gerätschaften bildet. Das reflexive Moment der Spiegelung von Natur im Kunstgebilde ist Form und Inhalt im Schaffen des koreanischen Künstlers Jinmo Kang. Der Künstler Unen Enkh nutzt Filz, Eisendraht, Rosshaar und Hanfschnüre und schafft aus diesen geradezu archaischen Materialien eigensinnige, poetische Formen und Objekte.
Weitere Informationen:
www.museum-biedermann.de